Donnerstag, den 11. Juni 2015 um 08:43 Uhr

Wind Machine und die große Kunst des Solos

Das Jugendjazzorchester "Wind Machine" geht wieder auf Sommer-Tour durch Niedersachsen. Die ersten Daten stehen jetzt fest.

 

Donnerstag, 27. August – 20:00 – Osnabrück

Blue Note im Cinema Arthouse, Erich-Maria-Remarque-Ring 16, 49074 Osnabrück – www.cinema-arthouse.de

Reservierungen unter Tel. 0541/600650 oder unter 

www.cinema-arthouse.de

 

Samstag, 29. August – 19:30 – Wolfenbüttel

Landesmusikakademie, Am Seeligerpark 1, 38300 Wolfenbüttel – 

www.lma-nds.de

Eintritt 7,50 € - Reservierungen unter Tel. 05331/90878-12 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Sonntag, 30. August – 16:00 – Hannover

Freizeitheim Lister Turm, Walderseestr. 100, 30177 Hannover – 

www.hannover.de

Eintritt 9,50 €, ermäßigt 7,60 €, Kinder/Jugendliche unter 18 Jahre 5,- € - Reservierungen unter Tel. 0511/168-42402 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Nach einer umjubelten China-Tournee im Oktober 2013, den vielen 25-Jahre-Jubiläumskonzerten mit namhaften Gastsolisten aus der eigenen Orchestergeschichte im September 2014 und einer erneuten Einladung nach Sibirien und Moskau im November 2014 besinnt sich das Jugendjazzorchester Niedersachsen WIND MACHINE im Arbeitsjahr 2015 wieder ganz auf seine Heimat.

Der jugendliche Talentschuppen unter der bewährten Leitung von Prof. Bernhard Mergner begeistert mit seinem natürlichen, unverstärkten Sound. Die Bigband versammelt die besten Jazznachwuchskünstler des Landes, die im Rahmen eines zweitägigen intensiven Workshops ausgewählt werden. Die Konzerte bilden den Abschluss der bereits am 21. August beginnenden Sommerarbeitsphase 2015.

Aktuelles Motto ist „Die große Kunst des Solos“, wobei sowohl der solistische Vortrag einer Melodie, etwa einer Ballade, als auch das inspirierte und bewegte Improvisieren über das Tragwerk der Rhythmusgruppe berücksichtigt werden. Kein anderes Ausdrucksmittel kennzeichnet das Wesen des Jazz besser als das gespielte oder gesungene Solo. Die individualisierte und personalisierte Spielweise manifestiert sich nirgends so stark wie im solistischen Vortrag. Der unverwechselbare Charakter der Musikerpersönlichkeit im Jazz macht sich fest an seiner Art und Weise, Soli zu gestalten. Zeugnis dessen ist unter anderem der erstaunliche Sachverhalt, dass der Musikfan Klassik-Tonträger in der Regel nach den darauf befindlichen Komponisten sortiert, Jazz-Schallplatten und –CDs jedoch nach den Namen der Interpreten.

„Die große Kunst des Solos“ verlangt ein improvisatorisches Vokabular, das heutzutage zu den Anforderungen an einen Jazzprofi gehört und in jedem ernsthaften Jazzstudiengang als Pflichtfach verankert ist. Das Solo im Kontext des Jazzorchesters stellt einen besonders interessanten Sonderfall dar, es entsteht eine Spannung zwischen individueller Gestaltungsfreiheit des Solisten und der rundum geforderten orchestralen Geschlossenheit und Disziplin. Bedeutende Big Bands sind hier ganz unterschiedliche Wege gegangen. Duke Ellington beispielsweise hat seine Solisten oftmals in den Mittelpunkt seiner Kompositionen gerückt und deren persönliche Sprache zum Kennzeichen bestimmter Titel gemacht. Andere Orchesterleiter betonen die Qualität des klingenden Tutti und geben den einzelnen Solisten untergeordnete Funktionen. Das Jugendjazzorchester Niedersachsen WIND MACHINE will in seinem Programm den unterschiedlichen Ausprägungen der Begegnung Orchester – Solist nachgehen und eine Reihe kennzeichnender und überzeugender Werke präsentieren.

In einem Viertel­jahr­hundert Orchester­geschichte haben über 200 junge Talente im Ensemble mitgespielt, 55 Arbeits­phasen absolviert und mehr als 300 Konzerte gegeben. Neben traditionellen und avantgardistischen Meilensteinen der Bigband-Geschichte (Count Basie, Neil Hefti, Sammy Nestico, Duke Ellington, Thad Jones, Bob Mintzer, Don Sebesky) liegt ein Schwerpunkt des Programms auf Kompositionen niedersäch­sischer Autoren, darunter viele ehemalige (und auch aktuelle) Mitglieder des Orchesters wie Jürgen Friedrich, David Grottschreiber, Niels Klein und Stefan Schultze.

WIND MACHINE steht unter der Schirm­herr­schaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und genießt Unterstützung durch die Musikförderung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Niedersachsen. Das Orchester wurde 1989 vom Landesmusikrat Niedersachsen e.V. gegründet und wechselte mit Beginn des Jahres 2011 zur Landesmusikakademie Niedersachsen gemein­nützige GmbH, die institutionell vom Land Niedersachsen, Ministerium für Wissenschaft und Kultur, gefördert wird.

 

Die aktuelle Besetzung umfasst folgende Mitglieder im Alter zwischen 14 und 23 Jahren:

Saxophone: Moritz Aring (Celle), Vincent Dombrowski (Bienenbüttel), Yannick Glettenberg (Hannover), Jan-Paul Herbst (Schöppenstedt-Eitzum), Manuel Scharf (Garbsen), Yvonne Schwitalla (Hannover), Kaline Steg (Garbsen), Antje Steinmeier (Salzgitter);

Trompeten: Jens Buschenlange (Garrel), Laurin Köller (Obernkirchen), Michael Schuh (Mainz, als Gast), Tom Sieve (Lohne), Benjamin Stanko (Cloppenburg), Marieke Ziesmann (Hambühren);

Posaunen: Ken Dombrowski (Bienenbüttel), Karen Erichsen (Oldenburg), Tobias Metzger (Bad Sachsa), Christoph Niederbröker (Garbsen), Jan-Willem Overweg (Uelzen), Lasse Richter (Bad Fallingbostel);

Gitarre: Alexander Benjamin Kolberg (Lüneburg), Manuel Wilker (Wallenhorst);

Klavier: Alexander Deege (Seelze), Yannic Weber (Alfeld);

Bass: Johannes Fricke (Northeim), Valentin Kollenda (Stade);

Schlagzeug/Percussion: John Winston Berta (Langenhagen), Hauke Sprink (Dassel-Markoldendorf);

Vibraphon: Christopher Olesch (Oldenburg);

Gesang: Leonie Deutschmann (Hannover), Isabelle Nagel (Garbsen);

 

Dirigent: Prof. Bernhard Mergner (Rastede).

Aktualisiert: Donnerstag, den 11. Juni 2015 um 08:47 Uhr

Kontakt

Landesmusikakademie Niedersachsen
Am Seeligerpark 1
38300 Wolfenbüttel
Fon 05331 - 90 878-0
Fax 05331 - 90 878 -29